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hass

unregistriert

1

Mittwoch, 27. März 2019, 21:12

Ich hasse glückliche Menschen auf der Arbeit

Das Glück anderer ist wunderbar, wenn man selbst glücklich ist. Wenn man selbst allerdings in einer Phase steckt, in der man ohnehin schon nicht so richtig weiß, wer man ist, wo man steht und wo man mit sich hin soll, dazu noch einen Tag aus der Mülltonne zieht, dann ist es wirklich unerträglich, andere Leute so furchtbar entwaffnend glücklich zu sehen.

Zuerst: ich wollte heute um spätestens 7 Uhr auf Arbeit sein, um das Stundendefizit abzubauen, dass mir der gute Eberhard, Sturmtief von Beruf, durch den Ausfall meines ICEs bescherte. Leider wurde ich beim unfreiwilligen Schwarzfahren erwischt (Monatsfahrkarte nicht ausgewechselt :wand ) und durfte vor dem Eingang des Gebäudes feststellen, dass ich den Schlüssel vergessen hatte. Also zurück nach Hause, Schlüssel geholt, auf's Fahrrad gestiegen und nochmal hin. Am Arbeitsplatz angekommen bin ich dann um etwa 7:55 - da hätte ich schon alles kurz und klein hauen können, weil um 5:30 aufgestanden biste ja trotzdem. Aber war ja selbstverschuldete Scheiße, da kannste nichts machen außer die Wut runterschlucken.

Meine Büronachbarin ist so eine mit sich vollkommen im Einklang stehende Ying-und-Yang-Yoga-Tante, Wandkalender mit Sprüchen à la "Jedes Hindernis des Lebens ist eine Stufe, an der wir wachsen" und Handcreme auf dem Schreibtisch inklusive. Ich frage mich manchmal, ob diese Leute innerlich gekündigt haben und nun so viel wie möglich von ihrem Privatkram auf die Arbeit verlagern, weil es sie nicht mehr juckt, oder ob sie echt so scheißglücklich sind, wie es ausschaut. Ich kann's jedenfalls nicht nachvollziehen. Wir machen häufig kleinteiligsten Scheiß, den man zur Hälfte automatisieren könnte, freie Zeit- und Hirnschmalzkapazitäten werden aber lieber mit Lästereien gefüllt, statt durch konstruktive Kritik beim direkten Vorgesetzten. Nicht, dass ich etwas kritisieren würde, ich bin erstens definitiv nicht in der Position und zweitens will das ja niemand hören, selbst wenn ich Recht hätte - also eigentlich habe ich auch hier nichts zu kritisieren, ich bin ja keinen Deut besser! :wand

Das ist das Schlimmste - Fehler bei anderen erkennen und deswegen ausrasten wollen, aber nach kurzem Nachdenken feststellen müssen, dass es entweder nicht vorwerfbares Verhalten oder man selbst nicht besser ist. Was aber immer bleibt, ist das Kackgefühl im Bauch. Das hab ich mir heute abzuradeln versucht. In Gedanken den Gegenwind zu personifizieren, ihn für seine beschissene Stoßrichtung zu beleidigen und ihm eine richtig saftige Ohrfeige zu verpassen - das ist immer ein ganz gutes Mittel. Naja, es ist ja zum Glück nicht jeden Tag so, es passieren auch echt schöne Momente auf Arbeit. Durch das Formulieren und Schreiben wird es auch besser. Sorry für die geballte Portion übellauniger Missgunst, aber das ist doch das Konzept der Seite oder? :ocker

Beiträge: 12

Wohnort: Bornholt

Beruf: Krankenschwester

2

Freitag, 29. März 2019, 20:47

Ich wünsche, ich wäre glücklich auf der Arbeit...

3

Mittwoch, 3. April 2019, 13:52

Willkommen in Stuttgart

@hass: Bezüglich Ihrer Überschrift: Dann wären Sie in Stuttgart 'G'OLDRICHTIG. Da haben Sie keine Probleme damit.

Fred Feuerstein

unregistriert

4

Mittwoch, 10. April 2019, 14:59

Arbeit

Arbeit muß eingebleut werden um die Bereitschaft zur Arbeit in Fleisch und Blut übergehen zu lassen .
Der Arbeitgeber muß zum gewissen Maß seine Mitarbeiter züchtigen
Der Arbeitgeber kann bei Ungehorsam seine Mitarbeiter für 14 Stunden in den Keller sperren
Der Arbeitgeber darf unaufgefordert Ohrfeigen auch ohne nennenswerten Anlass verteilen

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