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LeavenGrecco

unregistriert

1

Samstag, 18. Mai 2013, 13:41

EIne Familie hält zusammen?-Schwachsinn

Es ist nicht schwer, etwas hassenswertes zu finden. Besonders, wenn man sich noch in der Pubertät befindetwie ich (16J). Ein wahrscheinlich allseits bekanntes Thema ist die Familie, mit der ich auch gleich mal anfangen will:
Was ich an meinen Erzeugern am meisten verabscheue ist ihre Ignoranz. Zu Anfang habe ich versucht, mich meinen Eltern gegenüber zu öffnen- etwas, dass mir sehr schwer fiel und immernoch fällt. Mutter hat sich das schon immer gewünscht. Ich wollte ihr den gefallen tun und ihr und meinem Vater einen Einblick in meine sich entwickelnde Persönlichkeit gewähren. Ich dachte es würde evtl. auch mir helfen, die Welt aus neuen Perspektiven zu sehen. Aber es schlug fehl. Es interessierte sie nicht. Also begann ich, mich wieder zu verschließen. Ich war es so leid, dass jede einzelne preisgegebene Emotion einfach abgetan und aufgrund meines pubertären Alters ignoriert wurde. Ich versuchte als nächstes mich meinem älteren Bruder anzuvertrauen. Ich mochte ihn noch nie wirklich, da er früher oft Zeit damit verbracht hatte, mit Fußbällen auf mein Gesicht zu zielen oder mich in die Dornenbüsche schickte, wenn ein Ball hineinflog. Das sind selbstverständlich nicht alle Beispiele. In den Jahren meiner Kindheit und bis heute folgten weitere Schikanen und öffentliche Demütigungen. Aber er war mein Bruder. Natürlich gab es auch Zeiten in denen er mich in Ruhe ließ aber es waren so kurze Abschnitte, dass es geradezu irrelevant ist. Jedenfalls erläuterte ich ihm meine Situation, ich gab sogar Preis, dass ich mich seit Jahren ritzte - bis dahin hatte ich es gut verstecken können, heute wissen es meine Eltern auch, aber sie ignorieren es. Was folgte hatte ich nicht erwartet. Er schrie mich an, ich sei eine dumme Schlampe, eine Zicke, ein Miststück. Im ersten Moment war ich sehr verwirrt, denn die Beleidigungen waren zwar nicht neu aber in dieser Situation hatte es keinen Anlass dafür gegeben. Was mich am meisten ärgerte war, als dumm bezeichnet zu werden, denn meine schulischen Leistungen lassen in der Tat anderes vermuten. Meine Wortwahl war zuvor ruhig gewesen, ich hatte versucht, sachlich und objektiv zu bleiben, Kraftausdrücke hatte ich auch nicht verwendet. Diese Situation war sehr unangenehm, denn wir saßen im Auto und dort konnte ich selbstredend nicht vor meinen Problemen davonlaufen. Ich muss zugeben, dazu tendiere ich sonst sehr stark, worauf ich keineswegs Stolz bin. Das alles trug sich inetwa vor einem Jahr zu. Ich war damals 15, mein Bruder 22 Jahre alt. Längere Zeit verbrachte ich damit, über das geschehene nachzugrübeln und einen Grund zu finden, warum ich eine Schlampe war, wenn ich um Hilfe bat. Nach Monaten erst wurde es mir dann klar. Es interessierte keine Sau (ich entschuldige mich für die Ausdrucksweise). So war es damals, so ist es heute. Ich habe mich bisher dahingehend entwickelt, dass ich zynisch, sarkastisch und emotional verschlossen bin. Dies sind keine von mir aufgestellten Theorien, man hat es mich wissen lassen. Das ist zeitweise sogar sehr belustigend. Eines Tages, es war erst vor kurzem kam eine Bekannte zu mir. Sie hatte Probleme mit einem Jungen, an dem sie interessiert war. Diese Bekannte war ganz offensichtlich von der Situation überlastet un fragte mich :" Wie schaffst du es, so gefühllos und kalt zu sein, kannst du mir das beibringen?" Ich hatte Hoffnung in ihren Augen gesehen. Aber es war die eines Teenagers. Mir war klar, dass andere Jungs für sie kommen würden und es in zehn Jahren schon vergessen sein würde. Ich fragte mich, ob es in meinem Fall auch so werden würde. Am liebsten wäre es mir, wenn ich keinen Kontakt zu meiner Familie mehr hätte, denn ich bin mit ihnen nur dahingehend emotional verbunden, dass sie es immer wieder schaffen, mich zu verletzen.
Sehnsüchtig erwarte ich den Tag, an dem ich von ihnen unabhängig sein werde.
Zum Abschluss habe ich einige Fragen: Ist das alle nur eine pubertäre Überreaktion?
Wenn der ganze Ärger meine Schuld ist, in welcher Hinsicht müsste ich mich ändern?
Kennt ihr solche Situationen und wenn ja wie seid ihr damit umgegangen?

L.Grecco

Tim

unregistriert

2

Donnerstag, 20. Februar 2014, 23:26

...

Hey falls du hier zufällig nochmal reinschaust und meine Nachricht liest...
Ich wünsche dir alles Gute in deinem Leben und lass dich davon nicht unterkriegen. Eine Nachricht von einer fremden Person in einem Forum hat zwar nicht viel Gewicht. Aber ich kann dir nur folgende Empfehlung geben:
Versuche vorerst Abstand von deiner Familie zu gewinnen. Wenn du eine eigene Wohnung hast, kannst du dich erst mal wieder auf bauen. Wenn du dann wieder einigermaßen psychisch im Gleichgewicht bist... dann kannst du dich deiner Familie wieder Stück für Stück zuwenden. So behältst du den Überblick und kannst die Sache einfach mal von oben betrachten. Wenn du merken solltest dass es nicht klappt kannst du dich immer noch von ihnen fern halten. Aber triff nicht zu schnell die Entscheidung den Kontakt abzubrechen. Das könntest du irgendwann mal bereuen...
Ich hoffe die Worte erreichen dich noch ;-)
Wie weit du meine Worte annimmst musst du natürlich selbst entscheiden.

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