Beiträge von ISTDOCHSCHEISEGALMAN


    Aber wie kann das sein, dass ich als Frau recht habe? lol

    ich habe eigentlich einen riesen Monolog geschrieben was ich an der Gesellschaft und an dem System hasse. Aber weißt du was, es erklärt sich von selbst wenn man sich umsieht. Alles schlimme was auf der Erde passiert ist die Auswirkung von dem, was Menschen tun. Und Menschen tun nur Dinge für sich. Was ich damit meine, dass alles miteinander zusammenhängt ist, dass es schon von klein auf beginnt. Es gibt Erziehung, weil man fest davon ausgeht, dass Kinder wie sie sind und handeln ungenügend, unselbstständig und unvollendet sind. Man zwängt sie in eine Form und als ältere Person hat man eine Macht über Kinder und hinterfragt nichts. Ich bin angehende Erzieherin. In der Schule haben die Lehrer und Schulbücher folgendes gesagt: schlechte Dispositionen eines Kindes müssen ausgemerzt werden. Die Schule ist an sich unnötig, veraltet und schlecht, sie schadet einen. Kinder sind unselbstständig, unterwürfig. Die Eltern bringen ihre Kinder um 7.30 und holen sie um 16 Uhr bis 17 Uhr ab. Als Erzieher soll ich die rolle der Eltern einnehmen, sie aber nicht ersetzen (hä??). Ich darf keine freundschaftliche Beziehung oder eine zu starke Bindung haben. Ich soll alles professionell angehen und handeln wie eine Maschine. Mir darf nie langweilig sein. Kinder sind von Grund auf unfähig in ihrem sein und tun. Man kann nur sich selbst bilden, wenn man das will.


    Es sind so viele Widersprüchlichkeiten auf einmal, dass ich mein ganzes Leben damit versäumen müsste, bis Lehrpläne, Schulen und Kindergärten wie sie jetzt sind komplett auseinander argumentiert habe mit wissenschaftlichen Fakten! Das Witzige ist, dass der Staat gar nicht will, dass es einem 0815 Bürger gut geht. Sonst würde die Schulpflicht gar nicht mehr existieren. Es heißt, jeder hat das RECHT AUF BILDUNG aber jeder hat in Deutschland die PRLICHT ZUR SCHULE. Bildung entsteht nur, wenn man es möchte. Also auf der Basis von Freiwilligkeit. Schon alleine, dass einem die Wahl genommen wird ist ein Kriterium, der einen daran hindert sich selbst zu bilden. Aber die Pflicht der Schule besteht trotzdem. Wieso also? Ist der Sinn der Schule, dass die Menschen sich bilden? Oder, dass sie auf das Arbeitsleben vorbereitet werden und wie Maschinen denken sowie handeln?


    Was denkst du? Wenn du nicht überzeugt bist, schau dir doch mal einen Podcast von Andre Stern "Und ich war nie in der Schule" an oder einen Gerald Hüter. Gerald Hüter ist ein Neurobiologischer und Populärwissenschaftler. Andre Stern ist jemand, der nie in die Schule ging, und seine Erfahrungen teilt mit Erklärungen. Er zeigt die Dinge aus seiner Sicht und lässt eine definitiv grübeln. Besten ist der Film "Alphabet", dort kommen beide drin vor. Man muss sich den Film zwar ein paar Mal ansehen, bis man ihn begreift, aber er ist sehr informativ und wird trauriger Weise auch in meiner Erzieher Schule gezeigt. "Trauriger Weise", weil er das ganze Erziehungs- und Bildungskonzept auseinander zupft und erklärt, wieso das alles bullshit ist.